Das Pinneberger Tageblatt hat einen Artikel über die Initiative für alternative Wohnformen der Lebenshilfe OV Pinneberg veröffentlicht.
An der Auftaktveranstaltung haben auch wir aktiv teilgenommen, werden uns in der Initiative weiter engagieren und freuen uns über die konstruktive Zusammenarbeit mit dem Lebenshilfe Ortsverein Kreis Pinneberg.
Aus dem Artikel:
„Viele Eltern von Behinderten seien aber verzweifelt, weil sie ihre Kinder nicht adäquat unterbringen können, brachte es eine Mutter auf den Punkt. Der Kern des Problems sei ein durchgängiges Konzept, das Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht. Genau an dieser Stelle wolle nun die Netzwerkgruppe Wohnen aktiv werden. Hierbei sollen inklusive Wohnprojekte und Quartiersprojekte angestoßen und umgesetzt werden.
„Bei der ,Vision von einem Leben in Gemeinschaft‘ geht es um Wohnprojekte für junge erwachsene Menschen mit Behinderung, die nach der UN-Konvention das Recht haben auf freie Wahl der Wohnform, unabhängig von der Schwere ihrer geistigen und körperlichen Behinderung und ihres individuellen Assistenzbedarfs. Im Gegensatz zu einem konventionellem Behindertenwohnheim, wo Menschen mit ähnlich schweren Behinderungen zusammen leben, profitieren in einem inklusiven Wohnprojekt Menschen mit und ohne Behinderung in einer lebendigen Nachbarschaft von einander – und zwar unabhängig von den Eltern“, so Jungermann. Endes des Jahres ist eine Podiumsdiskussion geplant.“
Was für ein Sommer!
Unsere Kinder haben teilweise die Schule abgeschlossen und starten jetzt ins Arbeitsleben oder sammeln erste Erfahrungen in der Tagesförderung. Andere kommen gerade frisch erholt aus dem Urlaub zurück oder erholen sich von turbulenten Sommerferien.
Wir haben unsere Arbeit während des heißen Sommers zwar etwas runtergefahren, trotzdem ist in der Zwischenzeit einiges passiert:
Wir sind weiterhin fleißig am Kontakte knüpfen mit anderen Vereinen und Initiativen, unser Netzwerk wächst und wächst!
Für Ende September ist unsere erste Wochenendfreizeit geplant, wir werden mit 8 Kindern und Jugendlichen auf den Mars Skipper Hof nach Kotzenbüll fahren.
Es fand ein Kooperationsgespräch mit Herrn Dr. Fricke vom Werner-Otto-Institut statt, in dem eine Zusammenarbeit im Bezug auf die sich häufenden Schwierigkeiten bei der Beantragung von Hilfsmitteln bei den Krankenkassen beschlossen wurde.
Zu den einzelnen Punkten werden wir noch ausführlich berichten, jetzt wird erstmal am Fahrplan für die nächsten Wochen und Monate gearbeitet.
Das Magazin defacto des Hessischen Rundfunks berichtete in seiner Sendung vom 11. Juni 2018 über den 18-jährigen Andreas Geyer. Andreas Geyer wurde mit Spina bifida (ugs. offener Rücken) und einem Hydrocephalus (ugs. Wasserkopf) geboren. Er kann u.a. nicht laufen, und seine Entwicklung ist verzögert, wodurch er 24 Stunden auf Hilfe angewiesen ist. Bislang haben Pflegekräfte in einem Internat ihn versorgt.
Doch nun geht die Schulzeit zu Ende. Es kommt zu dem Problem, vor dem viele Eltern nach der Schulzeit ihres pflegebedürftigen Kindes stehen: In den viel zu wenigen Pflegeheimen und Wohngruppen sind keine Plätze frei.
Der Mutter bleiben zwei Möglichkeiten: Entweder sie gibt ihren Job auf und pflegt ihren Sohn selbst zuhause oder der junge Mann kommt in ein Seniorenheim.
Andreas Geyers Fall steht hier beispielhaft für einen skandalösen Umstand, der alle jüngeren Pflegebedürftigen betrifft: Statt für junge Menschen attraktive, inklusive Wohnprojekte zu schaffen, halten die großen Träger am veralteten Heimkonzept fest. Junge Menschen werden gezwungen, mit deutlich älteren Menschen zusammen zu wohnen. Junge, moderne Wohngruppen sind rar und für die Träger wirtschaftlich nicht attraktiv genug.
Das Recht auf Selbstbestimmung und eine würdevolle Teilhabe am Leben werden so verweigert.
Unsere Kinder haben ein Recht darauf, mit Gleichaltrigen zusammen zu leben.
Die Bundesregierung sieht auf Nachfrage von defacto keinen Handlungsbedarf. Doch ist das rechtens?
Unter Artikel 19a der UN-Behindertenrechtskonvention heißt es: „Dass Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt die Möglichkeit haben, ihren Aufenthaltsort zu wählen und zu entscheiden, wo und mit wem sie leben, und nicht verpflichtet sind, in besonderen Wohnformen zu leben“.
Die Politik muss also aktiv werden und moderne, inklusive Wohnformen fördern!
Die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention muss durchgesetzt werden und die Träger in die Verantwortung genommen werden!
„Mit Behinderung seine Träume verwirklichen!“ dafür steht der Verein Wings for handicapped e.V.
Jörg Leonhardt unterstützt mit seiner Organisation Kinder mit und ohne Handicap dabei, mit Spaß ihre Grenzen zu überwinden.
Seit 2004 sticht Wings for handicapped e.V. mit der Hoppetosse in See und bietet so Kindern mit Handicap und ihren Eltern – durch Spenden finanziert – die Möglichkeit, eine Speedbootfahrt zu erleben. Egal wie stark oder schwach der Einzelne ist: Bei dieser Aktion kommen alle Teilnehmer*innen gleich schnell voran. Die Kinder können erfahren, dass Grenzen überwunden werden können und so ihr Selbstwertgefühl stärken.
Gestern durften wir an der Aktion Hoppetosse teilnehmen. Diesmal ging vom Yachthafen in Wedel raus aus die Elbe. Ein großartiges Erlebnis!
Kurz vorm Einstieg: Max begutachtet das Boot
Alle an Bord? Dann Leinen los und mit Höchstgeschwindigkeit raus auf die Elbe!
Ganz schön windig
Max findet es Großartig!
Neben den Speedbootfahrten bietet Wings for handicapped e.V. seit Neustem die Aktion Orville an.
Hier können die Kinder ein Flugzeug aus der Nähe betrachten, die Flughafen-Feuerwehr kennen lernen und wer möchte, kann sogar mit einem zweisitzigen Ultra-leicht-Flugzeug fliegen.
Wir hatten eine Menge Spaß und sind begeistert vom Engagement dieses Vereins!
Eigene Wohnung? Wohngruppe? Hausgemeinschaft? Wenn junge Menschen mit Behinderung flügge werden, stehen verschiedene Wohnformen zur Wahl. Welche ist die richtige? Anke Krieten vom Verein Leben mit Behinderung Hamburg stellt in ihrem Vortrag Alternativen vor und beantwortet Fragen.
Hannah erzählte ihre Geschichte und verteilte fleißig Autogramme.
Antje Harenberg berichtete von der Arbeit ihres Vereins, der in Pinneberg den Lebenshilfe-Treffpunkt in der Innenstadt organisiert. Der Treffpunkt bietet schöne und barrierefreie Räume für Aktivitäten von Menschen mit und ohne Behinderung. Sie bot uns die Nutzung ihrer Räumlichkeiten an und warb für eine Zusammenarbeit unserer Vereine.
Neben angeregten Unterhaltungen und leckeren Würstchen vom Grill, kamen auch unsere Kinder auf ihre Kosten, spielten gemeinsam Fußball und lernten sich näher kennen.
Wir konnten außerdem neue Mitglieder gewinnen und interessante Angebote für weitere Projekte mitnehmen.
Am Ende des Tages waren alle satt und entschlossen, das Vorhaben, eine selbstbestimmte Wohngemeinschaft aufzubauen, so schnell wie möglich umzusetzen.
Abschließend möchten wir uns ganz herzlich bei Michael Ullrich von der Initiative du! mittendrin, der für uns am Grill stand, sowie beim 1. Vorsitzenden des Sport-Clubs Egenbüttel, Norbert Schroeder und dem Platzwart Andreas, die uns unkompliziert und spontan ihre Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt haben, bedanken.
Das Buffet füllt sich
Das Original: Hannahs Schwer-in-Ordnung-Ausweis
Wahre WegGefährten: v. l. n. r. Christian Schwarz, ehemaliger Mitarbeiter vom Hort an der Schule Hirtenweg, Max und Hannah
Reichlich Infomaterial gab es auch
Julius trinkt ganz selbstbestimmt ein kühles Bier
Gespannt lauschen die Gäste Beate Krupski von Pflege-SH
Auch Antje Harenberg von Mehr miteinander hat viel zu erzählen
Mit dem Bundesteilhabegesetz (BTHG) wurden bundesweit neue Beratungsangebote geschaffen.
Die Beratungsstellen sollen, zusätzlich zu den Beratungsangeboten diverser Träger, unabhängig von Kosten- oder Leistungsträgern, für alle Menschen mit Behinderung, deren Angehörigen sowie für Menschen, die Einschränkungen befürchten, offen sein. Hierbei ist die Beratungsstelle nur dem Ratsuchenden verpflichtet.
Die Beratung wird von Menschen geleistet, die selbst betroffen sind (Peer-Beratung). Verständnis und Vertrauen kann so schneller und besser hergestellt werden. Durch fachliche Ausbildung und stetige Fort- und Weiterbildung sind die Berater*innen auf dem neuesten Stand der sozial-rechtlichen Ansprüche und Verfahren. Die Ratsuchenden werden informiert, unterstützt und befähigt, eigene Wünsche und Ziele zu formulieren und durchzusetzen. Selbstständigkeit und Selbstwirksamkeit der Ratsuchenden stehen hier im Vordergrund.
Es geht bei diesen Beratungsangeboten zunächst darum, die Bedürfnisse, Wünsche und Vorstellungen der Ratsuchenden (Bedarfsermittlung) in allen Lebensbereichen herauszufinden.
Dazu gehören zum Beispiel:
Bildung (z.B. Schulbegleiter*innen, Beförderung, Übergang zur Ausbildung/Beruf)
Arbeit (z.B. Budget für Arbeit, Werkstatt und andere Leistungsanbieter, Arbeitsassistenz, Unterstützung bei Anträgen gegenüber Kostenträgern)
Wohnen (Bei den Eltern ausziehen? – in eine ambulante WG? – in eine eigene Wohnung? Was kostet das? Wer zahlt das? Wie fange ich an?)
Soziale Teilhabe (z.B. Assistenz im gesellschaftliche und kulturelle Leben, Erwerb alltagspraktischer Kenntnisse, Förderung der Verständigung)
Finanzielle Verbesserungen für Menschen mit Behinderung (Erhöhung der Vermögensfreigrenze, Arbeitsförderungsgeld, Inanspruchnahme des Entlastungsbetrages u.a.)
Verfahrensrecht (Verständlichkeit von Bescheiden, wer bietet Unterstützung bei Rechtsmitteln, Unterstützung im Gesamtplanverfahren)
Individuelle Bedarfsermittlung (Was brauche ich/was will ich? Wer kann die Leistung erbringen? Was kostet das und wer zahlt? Muss ich einen Eigenanteil zahlen?)
Die neu geschaffenen Beratungsstellen sind ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, um betroffene Menschen individuell und unabhängig zu Unterstützen.
Wir kritisieren in diesem Zusammenhang allerdings die mangelnde Informationspolitik der Bundesregierung, die den Eindruck vermittelt, dass betroffen Menschen selbst auf das Angebot aufmerksam werden. Es muss aktiv von staatlicher Seite über die neu geschaffenen Beratungsstellen aufgeklärt und informiert werden. Andernfalls besteht die Gefahr, dass nur wenige Menschen das Angebot wahrnehmen und somit nach 3 Jahren die Mittel für die dringend erforderlichen Beratungsstellen wieder gekürzt werden.
Der ASBH-Hamburg lädt zu einem After-Work-Treffen ein. Hier können Sie die Berater*innen außerhalb der Beratungsstelle kennen lernen.
Das Treffen findet monatlich immer mittwochs in der Zeit von 17.30 Uhr – 19.30 Uhr im großen Saal von Leben mit Behinderung Hamburg e.V. statt.
Die nächsten Termine sind am 06. Juni, 04. Juli und 08. August 2018.
Den offiziellen Flyer gibt es hier.
Am 26. Mai 2018 fand der 22. Lions-Lebenslauf im Hamburger Volkspark statt.
Der Spendenlauf ist ein Gemeinschaftsprojekt verschiedener Lions Clubs aus dem Hamburger Westen, um Spendengelder für verschiedene soziale Projekte zu sammeln.
Die Schule Hirtenweg beteiligt sich an der jährlichen Aktion.
Unser Verein nahm in diesem Jahr mit einigen Kindern am Lebenslauf teil und sammelte radelnd, rollend und laufend fleißig Spenden für die Schule Hirtenweg.
Am Rande verteilten wir Wasser und führten Gespräche mit interessierten Eltern.
Hier zeigte sich wieder, wie aktuell und sorgen behaftet die Themen Wohnformen und Perspektiven nach der Schule für Angehörige von Kindern und Jugendlichen mit Handicap sind.
Bis zum Ende dieses großartigen Tages haben wir viel geschwitzt und eine Menge Kilometer hinter uns gelassen.
Nächstes Jahr werden wir sicher wieder dabei sein!
Max Startnummer für den 22. Lions-Lebenslauf: 668
Letzte Instruktionen vor dem Start: Max und Tom Warnke nehmen mit ihrem Pino-Tandem von Hasebikes teil
Garantiere Wasserversorgung durch die WegGefährten
Zu schnell für die Kamera: Lennart und sein Vater Matthias Stiehm
Kurze Verschnaufpause vorm Endspurt: Max und seine Mutter Evelyn Schuller
Geschafft: Familie Kolling und de Petrement haben das Ziel erreicht
Zieleinfahrt von Max und Tom Warnke mit ihrem Pino-Tandem
Alles wichtige Fragen, die die Eltern versuchen durch Vernetzung von Schulen, geeigneten Praktikumsplätzen und Wohneinrichtungen zu beantworten. Dabei schufen sie auch Aktivitäten und Angebote mit dem Ziel der Inklusion.
Es war ein sehr nettes und konstruktives Treffen, bei dem beide Seiten viele gemeinsame Ziele entdeckten und sich auf eine zukünftige Zusammenarbeit freuen.
An diesem Tag wird europaweit mit verschiedenen Protestaktionen auf die Situation von Menschen mit Behinderung aufmerksam gemacht und sich dafür eingesetzt, dass alle Menschen gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben können.
In Hamburg stand der Tag dieses Jahr unter dem Motto „Stadt für Alle„.
Bei schönstem Sonnenschein trafen sich Mitglieder und Freunde von Leben mit Behinderung Hamburg, den WegGefährten, der Hamburger Assistenz Genossenschaft und Autonom Leben, um gemeinsam an verschiedenen Orten in Hamburg auf die Notwendigkeit einer barrierefreien Stadt für Alle aufmerksam zu machen.
Der Protestzug besuchte auch die HafenCity.
Unsere Vorsitzende, Evelyn Schuller (1. v. rechts), mit zwei Teilnehmer*innen der Protestaktion. Auf einem Plakat steht: „Leichte Sprache für Alle! Für mehr Verständnis.“, auf einem anderen steht: „Stadt für Alle“
Protestaktion am 5. Mai 2018 in Hamburg
Teilnehmer*innen der Protestaktion am 05. Mai. Auf einem Plakat steht: „Wir wollen auch in Geschäfte, Restaurants, Kino und den öffentlichen Nahverkehr benutzen!“
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