Der Verein

Unser Verein WegGefährten e.V. ist 2017 gegründet worden. Wir sind ein gemeinnütziger Verein von Eltern und Freunden junger Menschen mit unterschiedlichen Handicaps und Mitglied des Paritätischen Wohlstandsverband.

Unser Ziel ist es, gemeinsam ein Wohnprojekt zu schaffen, welches den Interessen und individuellen Ansprüchen der Jugendlichen gerecht wird.

[..]Das Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt die Möglichkeit haben, ihren Aufenthaltsort zu wählen und zu entscheiden, wo und mit wem sie leben, und nicht verpflichtet sind, in besonderen Wohnformen zu leben. (Auszug aus Artikel 19 der UN-Behindertenrechtskonvention).

Unser Vorstand

Im August 2020 wurde ein neuer Vorstand gewählt, ein Mix aus dem alten und neuen Vorständler:innen. Wir sind ein gleichgestellter Vorstand und unsere Tätigkeit bedeutet viel ehrenamtliches Engagement.

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Mein Name ist Evelyn Schuller. Ich habe zwei Söhne, Milan ist 2005 geboren und Max im Jahr 2001.
Durch einen Sauerstoffmangel bei der Geburt ist Max mehrfach schwerstbehindert.

Evelyn-1-1 Der Verein

Durch meinen Beruf als Pflegefachkraft befasste ich mich schon früh mit möglichen Perspektiven für meinen Sohn Max.

Ich wünschte mir, dass mein Sohn trotz seiner schweren Behinderung nicht in einer klassischen Wohneinrichtungen leben muss und machte mich auf die Suche nach Alternativen Wohnformen.

Als ich „Inklusiv wohnen Köln“ kennenlernte und an einem Workshop von Christiane Strohecker teilgenommen habe, entstand der Wunsch, solch eine Wohnform auch in Schleswig-Holstein zu errichten. Mit einer Hand voll Eltern gründete ich den Verein WegGefährten e.V.!

Durch meine familiäre Situation und die Möglichkeit Max weiterhin zur Schule gehen zu lassen, musste ich jedoch vorerst in den Harz ziehen.

Ich bin sehr dankbar, dass durch die neuen Vorstandsmitglieder der Verein mit mehr Energie denn je unser Ziel weiterbringt und jetzt auf einem guten Weg ist.

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Weggefaehrten-Ilka-Kuether-1 Der Verein

Ich bin Ilka Küther, geboren 1969, verheiratet und habe eine Tochter. Lena ist 2002 geboren und es stellte sich früh heraus, dass sie ein besonderes Kind ist. Es wurde bei ihr das 1q44 Syndrom diagnostiziert. 

Über Evelyn bin ich auf den Verein aufmerksam geworden und seit 2019 Mitglied und seit 2020 im Vorstand tätig.

Lena besuchte eine inklusive Schule (Schülerschule Waldenau). Dort wurde mir klar, wie vielfältig unsere Kinder und ihre Bedürfnisse sind und wie wichtig die Inklusion in unserer Gesellschaft ist.

Ich wünsche mir für meine Tochter auch im Erwachsenenalter eine Wohnform, in der das Leben inklusiv gelebt wird. Nur so kann die Gesellschaft offener werden und die UN-Behindertenrechtskonvention ein Stück mehr gelebt werden. 

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Weggefaehrten-Carola-Pirsig-150-1 Der Verein

Mein Name ist Carola Pirsig, ich bin seit 2020 Vorstandsmitglied der WegGefährten e.V. und Kassenwart des Vereins.  Ich bin verheiratet und habe 2 Söhne.

Unser mehrfachschwerstbehinderter Sohn Fabian geht noch bis 2022 zur Schule, sein großer Bruder studiert und ist gerade in die erste eigene Wohnung gezogen. Neben meinem Job in einer Bank war ich jahrelang Elternbeiratsvorsitzende am Förderzentrum unseres Sohnes.

Meine Erfahrung hat gezeigt, dass wir früh die nächsten Schritte planen müssen, wenn es um Fabian geht.

Somit schauen wir neben einer Tagesförderstätte schon jetzt nach einer späteren Wohnmöglichkeit für ihn. Das ist nicht einfach. Fabian liebt es, wenn viel Trubel um ihn herum ist und alle Plätze an unserem 3 m langen Esstisch besetzt sind.

Gerne möchte ich für Fabian einen Wohnraum schaffen, der ihm weiterhin die Möglichkeit gibt, mittendrin und dabei zu sein. Daher bin ich total begeistert von der Idee ein inklusives Wohnprojekt hier im Kreis für unsere Kinder zu schaffen und werde mich dafür engagieren, dieses zeitnah umzusetzen.

Ich bin mir bewusst, dass es eine große Herausforderung ist und viel Arbeit bedeutet, aber es lohnt sich, da es für unsere Kinder ist.

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Weggefaehrten-Matthias-Stiehm-1 Der Verein

Ich bin Dr. med. Matthias Stiehm, der Vater von Lennart, der mehrfach schwerbehindert ist.

Lennart ist rollstuhlpflichtig und hat auf Grund seiner Behinderungen einen erhöhten Assistenzbedarf.

Für Menschen wie Lennart gibt es immer noch viel zu wenig Plätze in Wohngruppen, um ihnen eine Teilhabe am “normalen“ Leben – wie es gesetzlich garantiert ist – zu ermöglichen. Deshalb engagiere ich mich im Verein und Vorstand der Weggefährten.

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slider_logo_psh-1024x400 Der Verein
Bild folgt

Seit Januar 2020 bin ich Karin Struckmeier Rentnerin. Gerne möchte ich mich weiterhin für Menschen mit Handicap engagieren.

Während meiner beruflich aktiven Zeit war ich in verschiedenen Arbeitsbereichen der Behindertenhilfe aktiv.

Bereits vor mehr als 35 Jahren habe ich in Elmshorn inklusive Freizeitarbeit für Jugendliche und junge Erwachsene mit Handicap aufgebaut.

Danach habe ich bei einem Träger der Behindertenhilfe, sowohl Kitas geleitet als auch eine inklusive Kita aufgebaut.

In den letzten 17 Jahren meiner Berufstätigkeit habe ich eine heil- und sozialpädagogische Einrichtung aufgebaut. Hier standen die Frühförderung und die und heilpädagogische Arbeit in Kitas zunehmend im Zentrum meines Engagements.

Mir war es immer wichtig die Qualität der Angebote für Menschen mit Handicap zu erhalten, aber auch auszubauen. Aus diesem Grunde habe ich mich immer über meine eigentliche berufliche Tätigkeit hinaus, engagiert. Als sehr bereichernd habe ich 2017 die Erarbeitung des Aktionsplanes Inklusion erlebt. In der AG §4 (Zusammenschluss der Träger, welche nach dem Bundesteilhabegesetz tätig sind) habe ich von Beginn an mitgearbeitet. Auf Landesebene habe ich mich beim Bund der Heilpädagogen engagiert. Uns ist es gemeinsam, in einem jahrelangen, manchmal ausgesprochen zähen Prozess mit dem Sozialministerium und den Krankenkassen gelungen, die Bedeutung und die Standards der interdisziplinären Frühförderstellen abzusichern.

Ich möchte meine vielfältigen Erfahrungen für die WegGefährten einbringen und gemeinsam mit Ihnen die bereits begonnene Arbeit der voranbringen. Wie auch immer – ich freue mich auf unser gemeinsam