Mit 18 Jahren ins Altersheim?

Das Magazin defacto des Hessischen Rundfunks berichtete in seiner Sendung vom 11. Juni 2018 über den 18-jährigen Andreas Geyer. Andreas Geyer wurde mit Spina bifida (ugs. offener Rücken) und einem Hydrocephalus (ugs. Wasserkopf) geboren. Er kann u.a. nicht laufen, und seine Entwicklung ist verzögert, wodurch er 24 Stunden auf Hilfe angewiesen ist. Bislang haben Pflegekräfte in einem Internat ihn versorgt.

Doch nun geht die Schulzeit zu Ende. Es kommt zu dem Problem, vor dem viele Eltern nach der Schulzeit ihres pflegebedürftigen Kindes stehen: In den viel zu wenigen Pflegeheimen und Wohngruppen sind keine Plätze frei.
Der Mutter bleiben zwei Möglichkeiten: Entweder sie gibt ihren Job auf und pflegt ihren Sohn selbst zuhause oder der junge Mann kommt in ein Seniorenheim.

Andreas Geyers Fall steht hier beispielhaft für einen skandalösen Umstand, der alle jüngeren Pflegebedürftigen betrifft: Statt für junge Menschen attraktive, inklusive Wohnprojekte zu schaffen, halten die großen Träger am veralteten Heimkonzept fest. Junge Menschen werden gezwungen, mit deutlich älteren Menschen zusammen zu wohnen. Junge, moderne Wohngruppen sind rar und für die Träger wirtschaftlich nicht attraktiv genug.
Das Recht auf Selbstbestimmung und eine würdevolle Teilhabe am Leben werden so verweigert.

IMG_0010-2-e1528659519728-1024x625 Mit 18 Jahren ins Altersheim?
Unsere Kinder haben ein Recht darauf, mit Gleichaltrigen zusammen zu leben.

Die Bundesregierung sieht auf Nachfrage von defacto keinen Handlungsbedarf. Doch ist das rechtens?

Unter Artikel 19a der UN-Behindertenrechtskonvention heißt es:
„Dass Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt die Möglichkeit haben, ihren Aufenthaltsort zu wählen und zu entscheiden, wo und mit wem sie leben, und nicht verpflichtet sind, in besonderen Wohnformen zu leben“.

Die Politik muss also aktiv werden und moderne, inklusive Wohnformen fördern!
Die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention muss durchgesetzt werden und die Träger in die Verantwortung genommen werden!

Der Beitrag ist in der Mediathek des Hessischen Rundfunks zu finden:
Mit 18 Jahren ins Altersheim – Warum junge Pflegebedürftige dorthin abgeschoben werden (ab Minute 24:40)

Die Aktion Hoppetosse von Wings 4 Handicapped e.V.

Mit Behinderung seine Träume verwirklichen!“ dafür steht der Verein Wings for handicapped e.V.
Jörg Leonhardt unterstützt mit seiner Organisation Kinder mit und ohne Handicap dabei, mit Spaß ihre Grenzen zu überwinden.

Seit 2004 sticht Wings for handicapped e.V. mit der Hoppetosse in See und bietet so Kindern mit Handicap und ihren Eltern – durch Spenden finanziert – die Möglichkeit, eine Speedbootfahrt zu erleben. Egal wie stark oder schwach der Einzelne ist: Bei dieser Aktion kommen alle Teilnehmer*innen gleich schnell voran. Die Kinder können erfahren, dass Grenzen überwunden werden können und so ihr Selbstwertgefühl stärken.

Gestern durften wir an der Aktion Hoppetosse teilnehmen. Diesmal ging  vom Yachthafen in Wedel raus aus die Elbe. Ein großartiges Erlebnis!

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Neben den Speedbootfahrten bietet Wings for handicapped e.V. seit Neustem die Aktion Orville an.
Hier können die Kinder ein Flugzeug aus der Nähe betrachten, die Flughafen-Feuerwehr kennen lernen und wer möchte, kann sogar mit einem zweisitzigen Ultra-leicht-Flugzeug fliegen.

Wir hatten eine Menge Spaß und sind begeistert vom Engagement dieses Vereins!

18. Juni – Vortrag: Wohnen für junge Menschen mit Behinderung

dumittendrin_vortrag 18. Juni - Vortrag: Wohnen für junge Menschen mit Behinderung

Am Montag, den 18. Juni 2018 um 19 Uhr findet im Gemeindehaus der Blankeneser Kirche am Markt eine Veranstaltung von du!mittendrin zum Thema wohnen für junge Menschen mit Behinderung statt.

Eigene Wohnung? Wohngruppe? Hausgemeinschaft? Wenn junge Menschen mit Behinderung flügge werden, stehen verschiedene Wohnformen zur Wahl. Welche ist die richtige? Anke Krieten vom Verein Leben mit Behinderung Hamburg stellt in ihrem Vortrag Alternativen vor und beantwortet Fragen.

Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

 

Unser Grillabend am 29.05.2018

Bei sommerlichen 32 Grad trafen sich gestern rund 30 Vereinsmitglieder und Freunde zum gemütlichen Grillabend im Sport-Club Egenbüttel.

Zu Gast waren u.a. Hannah Kiesbye, bekannt durch ihre Idee des Schwer-in-Ordnungausweises, Antje Harenberg von Mehr miteinander, Michael Ullrich von der Initiative du! mittendrin,  Beate Krupski von Pflege-SH, sowie Alexey Kapis vom Kinderzirkus Abrax Kadabrax.

Hannah erzählte ihre Geschichte und verteilte fleißig Autogramme.

Antje Harenberg berichtete von der Arbeit ihres Vereins, der in Pinneberg den Lebenshilfe-Treffpunkt in der Innenstadt organisiert. Der Treffpunkt bietet schöne und barrierefreie Räume für Aktivitäten von Menschen mit und ohne Behinderung. Sie bot uns die Nutzung ihrer Räumlichkeiten an und warb für eine Zusammenarbeit unserer Vereine.

Beate Krupski informierte über den Weg von ihrem Elternverein, zur Entstehung des inklusiven Wohnprojektes im Quartier Elmshorn in Zusammenarbeit mit dem Wohnungbauunternehmer Semmelhaack und Pflege-SH, bis hin zu ihrer jetzigen Tätigkeit als Quartiersmanagerin.

Neben angeregten Unterhaltungen und leckeren Würstchen vom Grill, kamen auch unsere Kinder auf ihre Kosten, spielten gemeinsam Fußball und lernten sich näher kennen.

Wir konnten außerdem neue Mitglieder gewinnen und interessante Angebote für weitere Projekte mitnehmen.

Am Ende des Tages waren alle satt und entschlossen, das Vorhaben, eine selbstbestimmte Wohngemeinschaft aufzubauen, so schnell wie möglich umzusetzen.

Abschließend möchten wir uns ganz herzlich bei Michael Ullrich von der Initiative du! mittendrin, der für uns am Grill stand, sowie beim 1. Vorsitzenden des Sport-Clubs Egenbüttel, Norbert Schroeder und dem Platzwart Andreas, die uns unkompliziert und spontan ihre  Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt haben, bedanken.

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Die neue ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB)

EUTB_Logo Die neue ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB)

Mit dem Bundesteilhabegesetz (BTHG) wurden bundesweit neue Beratungsangebote geschaffen.
Die Beratungsstellen sollen, zusätzlich zu den Beratungsangeboten diverser Träger, unabhängig von Kosten- oder Leistungsträgern, für alle Menschen mit Behinderung, deren Angehörigen sowie für Menschen, die Einschränkungen befürchten, offen sein. Hierbei ist die Beratungsstelle nur dem Ratsuchenden verpflichtet.
Die Beratung wird von Menschen geleistet, die selbst betroffen sind (Peer-Beratung). Verständnis und Vertrauen kann so schneller und besser hergestellt werden. Durch fachliche Ausbildung und stetige Fort- und Weiterbildung sind die Berater*innen auf dem neuesten Stand der sozial-rechtlichen Ansprüche und Verfahren. Die Ratsuchenden werden informiert, unterstützt und befähigt, eigene Wünsche und Ziele zu formulieren und durchzusetzen. Selbstständigkeit und Selbstwirksamkeit der Ratsuchenden stehen hier im Vordergrund.

In Hamburg gibt es seit 2018 insgesamt 8 Träger – u.a. ASBH-Hamburg, BSVH, LAG Hamburg und LmBH – die die Teilhabeberatung anbieten.
Alle bundesweiten Beratungsangebote finden Sie hier. Das Projekt ist zunächst auf 3 Jahre ausgelegt.

Es geht bei diesen Beratungsangeboten zunächst darum, die Bedürfnisse, Wünsche und Vorstellungen der Ratsuchenden (Bedarfsermittlung) in allen Lebensbereichen herauszufinden.

Dazu gehören zum Beispiel:

  • Bildung (z.B. Schulbegleiter*innen, Beförderung, Übergang zur Ausbildung/Beruf)
  • Arbeit (z.B. Budget für Arbeit, Werkstatt und andere Leistungsanbieter, Arbeitsassistenz, Unterstützung bei Anträgen gegenüber Kostenträgern)
  • Wohnen (Bei den Eltern ausziehen? – in eine ambulante WG? – in eine eigene Wohnung? Was kostet das? Wer zahlt das? Wie fange ich an?)
  • Soziale Teilhabe (z.B. Assistenz im gesellschaftliche und kulturelle Leben, Erwerb alltagspraktischer Kenntnisse, Förderung der Verständigung)
  • Finanzielle Verbesserungen für Menschen mit Behinderung (Erhöhung der Vermögensfreigrenze, Arbeitsförderungsgeld, Inanspruchnahme des Entlastungsbetrages u.a.)
  • Verfahrensrecht (Verständlichkeit von Bescheiden, wer bietet Unterstützung bei Rechtsmitteln, Unterstützung im Gesamtplanverfahren)
  • Individuelle Bedarfsermittlung (Was brauche ich/was will ich? Wer kann die Leistung erbringen? Was kostet das und wer zahlt? Muss ich einen Eigenanteil zahlen?)

Die neu geschaffenen Beratungsstellen sind ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, um betroffene Menschen individuell und unabhängig zu Unterstützen.

Wir kritisieren in diesem Zusammenhang allerdings die mangelnde Informationspolitik der Bundesregierung, die den Eindruck vermittelt, dass betroffen Menschen selbst auf das Angebot aufmerksam werden. Es muss aktiv von staatlicher Seite über die neu geschaffenen Beratungsstellen aufgeklärt und informiert werden. Andernfalls besteht die Gefahr, dass nur wenige Menschen das Angebot wahrnehmen und somit nach 3 Jahren die Mittel für die dringend erforderlichen Beratungsstellen wieder gekürzt werden.

 

Der ASBH-Hamburg lädt zu einem After-Work-Treffen ein. Hier können Sie die Berater*innen außerhalb der Beratungsstelle kennen lernen.
Das Treffen findet monatlich immer mittwochs in der Zeit von 17.30 Uhr – 19.30 Uhr im großen Saal von Leben mit Behinderung Hamburg e.V. statt.
Die nächsten Termine sind am 06. Juni, 04. Juli und 08. August 2018.
Den offiziellen Flyer gibt es hier.

Der 22. Lions-Lebenslauf 2018

Am 26. Mai 2018 fand der 22. Lions-Lebenslauf im Hamburger Volkspark statt.
Der Spendenlauf ist ein Gemeinschaftsprojekt verschiedener Lions Clubs aus dem Hamburger Westen, um Spendengelder für verschiedene soziale Projekte zu sammeln.
Die Schule Hirtenweg beteiligt sich an der jährlichen Aktion.

Unser Verein nahm in diesem Jahr mit einigen Kindern am Lebenslauf teil und sammelte radelnd, rollend und laufend fleißig Spenden für die Schule Hirtenweg.

Am Rande verteilten wir Wasser und führten Gespräche mit interessierten Eltern.
Hier zeigte sich wieder, wie aktuell und sorgen behaftet die Themen Wohnformen und Perspektiven nach der Schule für Angehörige von Kindern und Jugendlichen mit Handicap sind.
Bis zum Ende dieses großartigen Tages haben wir viel geschwitzt und eine Menge Kilometer hinter uns gelassen.
Nächstes Jahr werden wir sicher wieder dabei sein!

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Zusammenarbeit mit du! mittendrin

dumittendrinlogo Zusammenarbeit mit du! mittendrin

Am 15. Mai trafen wir uns mit der Initiative du! mittendrin aus Blankenese.
du! mittendrin ist eine Initiative der Stiftung ev.-luth. Kirchengemeinde Blankenese.
Eltern von Schüler*innen u.a. der Raphael-Schule und der Schule Kielkamp gründeten aus der Stiftung heraus die Initiative mit dem Ziel der Inklusion ihrer Kinder.

  • Was wird nach der Schule aus unseren Kindern?
  • Wo werden sie leben und wie werden sie wohnen?
  • Wie werden sie arbeiten?

Alles wichtige Fragen, die die Eltern versuchen durch Vernetzung von Schulen, geeigneten Praktikumsplätzen und Wohneinrichtungen zu beantworten. Dabei schufen sie auch Aktivitäten und Angebote mit dem Ziel der Inklusion.

Es war ein sehr nettes und konstruktives Treffen, bei dem beide Seiten viele gemeinsame Ziele entdeckten und sich auf eine zukünftige Zusammenarbeit freuen.

Bericht vom Aktionstag am 05. Mai

Am 05. Mai fand der 24. europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung statt.

An diesem Tag wird europaweit mit verschiedenen Protestaktionen auf die Situation von Menschen mit Behinderung aufmerksam gemacht und sich dafür eingesetzt, dass alle Menschen gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben können.

In Hamburg stand der Tag dieses Jahr unter dem Motto „Stadt für Alle„.
Bei schönstem Sonnenschein trafen sich Mitglieder und Freunde von Leben mit Behinderung Hamburg, den WegGefährten, der Hamburger Assistenz Genossenschaft und Autonom Leben, um gemeinsam an verschiedenen Orten in Hamburg auf die Notwendigkeit einer barrierefreien Stadt für Alle aufmerksam zu machen.

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Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am Samstag, den 5. Mai 2018

Link_Aktionstag Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am Samstag, den 5. Mai 2018

Gemeinsam mit Autonom Leben Hamburg e.V. und Leben mit Behinderung Hamburg rufen wir zum europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am Samstag, den 5. Mai 2018 auf:

Alle Menschen sollen gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben können: Das ist das Ziel des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Seit 24 Jahren veranstalten Verbände und Organisationen der Behindertenhilfe und -selbsthilfe rund um den 5. Mai überall in Deutschland Podiumsdiskussionen, Informationsgespräche, Demonstrationen und andere Aktionen.

Dabei geht es darum, die Kluft zwischen dem im Grundgesetz verankerten Anspruch der Gleichberechtigung für alle Menschen und der Lebenswirklichkeit Stück für Stück zu überwinden.

Wir müssen mehr Bürgerinnen und Bürger dafür gewinnen, sich für die Rechte von Menschen mit Behinderung zu engagieren und die Forderung nach einer Gesellschaft für alle Menschen endlich umsetzen!

Wir fordern eine barrierefreie Stadt für ALLE!
• Barrierefreien Wohnraum
• Bezahlbare Wohnungen
• Nahverkehr ohne Hindernisse
•Geschäfte, Restaurants und öffentliche Plätze müssen für alle erreichbar und zugänglich sein.

Unser Umzug startet um 10 Uhr bei Leben mit Behinderung Hamburg am Südring 36
Weitere Treffpunkte sind:
um 11 Uhr Quartier „Autofreies Wohnen“, Saarlandstraße 14,
um 13 Uhr U-Bahnhof Baumwall Ausgang Elphi und
um 13:30 Uhr bei der inklusiven Wohngemeinschaft Shanghaiallee 15-17

 

Rechtsanwalt für Menschen mit Behinderung und deren Angehörige

Mit unserem Verein wollen wir unsere Kinder begleiten und mit ihnen gemeinsam ihre Zukunft gestalten. Aber wer begleitet uns Eltern?

Auf der Suche nach einer Möglichkeit, ihre kleine Familie abzusichern, ist unsere Vorsitzende Evelyn Schuller durch Empfehlungen von anderen Müttern bei dem Rechtsanwalt Nikolaus Mohr gelandet.

Herr Mohr ist selbst Vater eines Sohnes mit dem Williams-Beuren-Syndrom.
Er berät und vertritt Menschen mit Behinderung sowie deren Angehörige in sozial-rechtlichen Fragen seit 1993.
Ein Schwerpunkt seiner Arbeit ist die erbrechtliche Beratung, insbesondere in Fragen des Behindertentestaments.

Herr Mohr ist ehrenamtlich sehr aktiv und unheimlich empathisch.
Da er aus eigener Erfahrung weiß, wie schwierig es für betroffene Familien ist, Termine wahrzunehmen, kommt er auch gerne zu Ihnen nach Hause.